Ca. 1815 – 1848 (1850)
Historische Kleidung
Es war eine Bürgerliche Mode der wohlhabenden Leute.

Es entstand Kleidung nach verschiedenen Verwendungszwecken: Tag-, Abend- und Sonntagskleidung. Zum ersten Mal wurde die Unterhose Teil der Mode.

Schmale Schultern und die Sanduhrsilhouette galten bei Frauen als Schönheitsideal. Die Frau galt als Schmuckstück des Mannes.

Frauen trugen Knoten, Hochsteckfrisuren, langes Haar oder Haarteile.
Historische Kleidung
Kinder trugen Schürzen über Kleidchen.
Man lebte zusammen in Großfamilien. Ganze Familien wurden von Malern gemalt.


Deutsche Mode um 1820 / Übergangsmode:

Die Taille rutscht weiter runter. Man trug enge Ärmel und Rüschen. Es wurde auch schon die Schute getragen.

Biedermeiermode um 1830:

Frauenmode:

Sanduhrsilhouette mit Wespentaille / bzw. Schneppentaille.
Frauen trugen einen weiten, knöchellangen Rock (vorher noch nie so kurz gewesen), Schinken-, Hammerkeulen-, bzw. Elefantenärmel und einen Kragen / Berthe.
Dazu den Schutenhut und Kreuzbandschuhe.
Historische Kleidung Historische Kleidung

Herrenmode:

Männer trugen den Gehrock (nur bis zum Oberschenkel), Redingote (bis zum Knie oder länger), Frack, eng taillierte Weste „Gilet“, Pantalons, den hohen Zylinder und individuell geschwungene Halstücher oder Vatermörder-Kragen.
Die Männermode war recht feminin (Rüschenhemd, Männerkorsett usw.).

Mantelmode:

Es wurden weite Mantelformen für diese Kleider benötigt. Deshalb waren die Frauenmäntel „Pelerine“ ohne Ärmel, in Umhangähnlichen Formen, Männermäntel waren mit Ärmeln „Carrick“.

Alltagsleben:

Man hatte Bedienstete (Amme, Kommiss = Männlicher Bediensteter).
Vieles wurde im Haus selbst produziert (Kartoffeln, Gele, Brot, Kuchen…).
Handarbeiten waren beliebt (Stricken, Nähen, Schuhmachen… Aus eigenem Haar wurden z.B. Uhrenketten hergestellt…).
Haushalt, Sauberkeit und Reinlichkeit war ganz wichtig.
Man hatte viele Kinder.
Männer wurden für ihren späteren Beruf erzogen.
Rückzug in die Privatsphäre.
Historische Kleidung

Veränderung ab 1848:

Die Ärmel waren nicht mehr so aufgebauscht. Der verzierte bodenlange Rock wurde immer weiter und wurde später nach hinten erweitert. Es entstand die Teewärmer-Silhouette.