Europa um 1000

Die Bevölkerung bestand Größtenteils aus Bauern. Man hatte kein komfortables Leben. Es gab Siedlungen in der Nähe von Burganlagen und Klöstern. Es war die Zeit der Völkerwanderungen. Man hatte eine Idealisierende, ausschmückende Darstellungsweise in der Kunst.

Byzanz

Byzanz: Christliches Reich der Römer, nach dem ehemaligen Namen der Hauptstadt Konstantinopel

Kleidung im Byzantinisches Mittelalter:

Die Bekleidung war für hohe Bürger körperverhüllend und reich verziert. Sie bestand einer bodenlangen Tunika und Umhang. Frauen trugen ein Ober- und Untergewand (Obergewand lies das Untergewand herausschauen). Bevorzugte Stoffe waren Brokat und Seide. Arme Leute trugen die Tunika und lange Kleider. Bunte Stoffe waren teuer und deshalb nur dem Adel vorbehalten.

Romanik

Frankenreich:

Es war die Zeit von Karl dem Großen (der Fränkische König). Es gab eine Kleiderordnung, wer welche Kleidung tragen durfte. Rom, Konstantinopel (heute Istanbul) und die Germanen waren die Vorbilder.

Gotik

Mode im 13. Jahrhundert

Frühgotik

Man trug die Cotte, ein Hemdartiges Untergewand. Hier gab es erstmals eingesetzte Ärmel. Als Surcot wurde anfangs das Obergewand des Mannes bezeichnet. Man trug Pelz am Ausschnitt. Die Silhouette war bei beiden Geschlechtern fast gleich

Höfisches Rittertum

In Frankreich wurde das Höfische Rittertum durch Werte und Verhaltensweisen bestimmt. Die Frau hatte eine soziale und geistig führende Rolle, Ihr dient der Ritter. Frauen trugen reizvolle Kleidung (geschlitzt), ein enges Oberteil und weiter Rock. Unverheiratete Frauen trugen einen Haarreif, langes gelocktes Haar, Verheiratete Frauen trugen ein Kopftuch (Gebende). Es gab eine Ähnlichkeit von Frauen- und Männerkleidung. Nur zum Turnier war der Ritter im Harnisch bekleidet und trug einen dick gepolsterten Kittel, Privat trug er eine Tunika. Konstantinopel war ein großes Handelszentrum. Waren aus dem Orient (z.B. kostbare gemusterte Seidenstoffe) wurden importiert. Es war die Zeit der Kreuzzüge, die langsam zu Beutezügen verkamen

Mode im 14. Jahrhundert (Mittelalter)

Stadtkultur und Bürgertum:

Im Mittelalter lagen die Anfänge der Industrialisierung. Italien führte im Bereich der Architektur, Musik, Dichtung, Malerei und seine große Vielfalt der Kleidung. So kam es zu einem Selbstbewusstsein des Bürgertums was durch Eleganz und Individuelle Kleidung aus edlen Materialien zum Ausdruck kam. Biblische Gemälde stellten Trends der Kleider und Frisuren dar.

Pest in Europa:

Die Pest wütete in Europa und führte zu einer Weltuntergangsstimmung. Es wurden aber Feste gefeiert. Die Kleidung von Mann und Frau wurde Figurbetont und sehr Farbenfroh. Man trug extravagante Kopfbedeckungen mit Schalähnlichen Verlängerungen, Männer zeigten Bein, man trug Schellen wie bei einem Narrenkostüm.

Kleidung der Frau:

Frauen zeigten mehr Mut zum Dekollete, das Kleid hatte Teufelsfenster. Unverheiratete Frauen trugen offenes langes Haar und einen Haarreif (Schapel).

Kleidung des Mannes:

Der Rock des Mannes wurde kürzer, er trug Beinlinge / Mi-Partie genähtes Beinkleid (Mi Partie = Zweifarbig), einen Wams als Unterkleid und die Schecke darüber. Die Strümpfe wurden am Wams angenestelt. Die Schamkapsel hob die Männlichkeit hervor. Dazu trug man Schnabelschuhe, einen tief sitzenden Gürtel, Glocken. Die Kleidung war mit Zaddeln (= Bogen aus Stoff) verziert. Wams und Beinkleid waren eng anliegend. Hier wurde ein Schnitt benötigt und die Schneiderzunft entwickelte sich.

Mode im 15. Jahrhundert

Burgundische Mode

Die Burgundische Mode ist Typisch für die Gotik. Das Herzogtum Burgund war Kultureller Mittelpunkt. Der große Reichtum und Wohlstand der Bürger machte sich durch den reichen Handel (Seeweg und Land) bemerkbar. Dies führte zu einem Aufleben des Rittertums und der höfischen Kultur. Man beschäftigte sich mit den Künsten, importierte Stoffe aus dem Orient. Alles war sehr Prunkvoll und bunt. Man trug Turbane wie im Orient, hohe Spitzhüte, lange Schleppen, elegant, dekolletiert, oben eng unten weit.

Kleidung der Frau:

Die Frau trug sehr weite aufwendige Kleider, mit viel Stoff, in Überlänge, mit Schleppe, mit Pelz gefüttert, tiefer, spitzer Ausschnitt, Brustlatz, Schalkragen, Lange Ärmel mit Zaddeln oder Röhrenärmel und Muffe. Die Taille befand sich unter der Brust. Auszusehen wie schwanger war das Schönheitsideal. Dazu trug sie einen Hennin mit Schleier, Hauben oder Haarreif. Schönheitsideal war eine Hohe Stirn, ohne Haare unter der Haube.

Kleidung des Mannes:

Der Mann trug eine in Falten (Rundfalten)gelegte Schecke, in der Taille gegürtet, mit aufgebauschten Ärmel und dazu Beinlinge. Ältere Männer trugen lange, weite Gewänder / Mäntel ( Houpenlande oder Tappert) Dazu trug man verrückte Kopfbedeckungen (Turbanähnlich, von Kreuzzügen kopiert), die Sendelbinde (ein Turbanähnliches Tuch), Mützen und Kappen, Schnabelschuhe, evtl. mit Unterschuhen (Trippen).